German National ESC Preselections - FULL Shows des deutschen Vorentscheids zum Grand Prix Eurovision de la Chanson
53 videos • 8,887 views • by ESC Stuff Bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest der Europäischen Rundfunkunion wird der deutsche Beitrag gewählt. Nachdem der Eurovisions-Wettbewerb 1956 gegründet worden war, fand in Deutschland ab 1960 fast in jedem Jahr eine Vorentscheidung statt, die im Fernsehen übertragen wurde. Bis auf 1976, 1996, 1999 und 2015 nahm der jeweils ausgewählte Beitrag auch an der internationalen Endrunde des Wettbewerbs teil. Mit 68 Teilnahmen ist Deutschland das Land mit den meisten Teilnahmen am Wettbewerb; es musste nur einmal (1996) aussetzen. Mit zwei Siegen (1982 und 2010), vier zweiten Plätzen (1980, 1981, 1985, 1987) und fünf dritten Plätzen (1970, 1971, 1972, 1994, 1999) gehört Deutschland zu den durchschnittlich erfolgreichen Ländern im Wettbewerb. Mit neun letzten Plätzen (1964, 1965, 1974, 1995, 2005, 2015, 2016, 2022, 2023) ist Deutschland hinter Finnland und Norwegen (je elfmal) das Land, das am dritthäufigsten ganz hinten landete. Viele deutsche Beiträge wurden in anderen Sprachen aufgenommen, die meisten davon in Englisch. Nicole nahm ihren Siegertitel 1982 in sieben weiteren sowie einigen gemischten Fassungen auf, was einen Rekord für einen Siegertitel darstellt. Andere Beiträge wurden auch in weiteren Sprachen aufgenommen, so sangen unter anderem die drei Skandinavierinnen Siw Malmkvist, Wencke Myhre und Gitte ihre Beiträge auch in ihren Landessprachen Schwedisch, Norwegisch und Dänisch ein. Zwei Beiträge wurden von den Originalinterpreten sogar auf Japanisch eingesungen, nämlich Freddy Quinns So geht das jede Nacht 1956 und Katja Ebsteins Wunder gibt es immer wieder 1970. Viele deutsche Beiträge wurden nationale Hits. Insgesamt erreichten 39 der 59 Beiträge ab 1960 (seitdem sind zuverlässige Angaben vorhanden) die deutschen Singlecharts, darunter zwölf Top-10-Hits, von denen wiederum sechs den ersten Platz erreichten (Zwei kleine Italiener 1962, Dschinghis Khan 1979, Ein bißchen Frieden 1982, Can’t Wait Until Tonight 2004, No No Never 2006 und Satellite 2010). Zwei kleine Italiener von Conny Froboess ist bislang der deutsche Wettbewerbsbeitrag, der sich am meisten verkaufte. Auf Platz zwei folgt Texas Lightning mit No No Never. Der erste deutsche Sieger im Wettbewerb, Ein bißchen Frieden, war auch international ein Verkaufsschlager und erreichte in mehreren Ländern den ersten Platz in den Charts, darunter in Großbritannien und Irland. Der siegreiche Beitrag im Jahr 2010, Satellite, erreichte in Dänemark, Deutschland, Finnland, Norwegen, Schweden und der Schweiz den ersten Platz sowie in mehreren weiteren Ländern Top-10-Platzierungen. Für die Organisation und Durchführung der deutschen Vorentscheidung ist normalerweise eine der Landesrundfunkanstalten der ARD verantwortlich, in einigen Jahren wurden die Vorentscheidungen auch von mehreren Anstalten gemeinsam veranstaltet. Von 1964 bis 1992 trugen die deutschen Vorentscheidungen den Titel Ein Lied für …, ergänzt durch den Namen der Stadt, in der im jeweiligen Jahr der Eurovision Song Contest stattfand. Die Einschaltquoten waren in vielen Jahren beachtlich hoch. In den 1980er-Jahren wurden bei der Vorentscheidung rund 15 Millionen Zuschauer gezählt; das waren zum Teil mehr als beim europäischen Wettbewerb. In den 1950er- bis 1970er-Jahren war der Hessische Rundfunk Ausrichter der deutschen Vorentscheidung. 1979 war erstmals der Bayerische Rundfunk Veranstalter, der bis einschließlich 1991 die Vorentscheidung austrug. Der Mitteldeutsche Rundfunk war von 1992 bis 1995 für die deutsche Vorentscheidung verantwortlich, wobei jedoch nur 1992 ein Wettbewerb ausgetragen wurde und in den übrigen Jahren die Kandidaten per Juryentscheidung bestimmt wurden. Seit 1996 veranstaltete der Norddeutsche Rundfunk die deutsche Vorentscheidung. 2004 und 2005 wurde der Sendetitel in Germany 12 Points! geändert; jeweils mit dem Untertitel der deutsche Vorentscheid. 2009 wurde der Siegertitel unter Regie des NDR nicht durch einen Wettbewerb, sondern eine interne Juryentscheidung ermittelt. Aufgrund des schlechten Abschneidens in den letzten Jahren wurde das Konzept für das Jahr 2010 erneut geändert. Als Mitveranstalter wurde Stefan Raab gewonnen, der in verschiedenen Funktionen selbst dreimal einstellige Platzierungen beim ESC erreicht hatte. Da Raab vertraglich an den Privatsender ProSieben gebunden war, kam es erstmals zu einer Kooperation der ARD mit einem privaten Fernsehsender. Ergebnis war eine Staffel mit insgesamt acht Casting-Shows unter dem Titel Unser Star für Oslo. Für die Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2011 produzierten ARD und ProSieben wieder eine gemeinsame Show-Reihe mit dem Titel Unser Song für Deutschland. Auch für die Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2012 wurde diese Zusammenarbeit unter dem Titel Unser Star für Baku fortgesetzt.